Mai 2009
Titeländerung
31. Mai 2009 11:28 - gehört zu: Bücherbord,
Autorenleben
Mein unter dem Titel "König, Kanzler, Vaterland"
angekündigter nächster Roman wird nun doch unter dem
Titel erscheinen, den er bei mir von Anfang an hatte,
nämlich "Ein König für Deutschland".
Warum die zwischenzeitliche Umbenennung (die es sogar bis in die Programmvorschau für die Buchhändler geschafft hat)?
Schuld daran sind (a) die globale Finanzkrise und (b) Peer Steinbrück. Weil der Finanzminister, auf der Suche nach zusätzlichen Milliarden in Steueroasen, sich gegenüber den "Alpenländern" - also der deutschsprachigen Schweiz und dem österreichischsprachigen Österreich - im Ton vergriff, befürchtete die Konferenz der Buchvertreter im Hause Lübbe, dass sich ein ohnehin starker Trend bei Buchhändlern in der Schweiz und in Österreich, keine Romantitel ins Lager zu nehmen, die sich nur mit Deutschland beschäftigen und daher "nur von lokalem Interesse" sind, so weit verstärken könnte, dass Romane mit dem Reizwort "Deutschland" im Titel in der Schweiz und Österreich quasi unverkäuflich würden.
Mein Einwand, dass eine Titeländerung ja nichts am Inhalt des Buches ändere; man also quasi Etikettenschwindel betreibe, blieb wirkungslos. Ich müsse mir das eher als eine Art "Tarnkappentechnik" denken.
Es gab dann ein ziemliches Hin und Her um den "zweitbesten" Titel, wie ich das nannte, denn es ist nun mal schwer, für ein Buch, das mit einem bestimmten Titel im Kopf geschrieben wurde, einen passenden anderen Titel zu finden. Mit dem Resultat hätte ich zwar leben können (man muss ja nicht immer glücklich sein) - doch im Lauf der Zeit zeigte sich, dass jeder, der mit dem Buch zu tun hatte, immer erst mal nachdenken musste, wie es eigentlich hieß. "König... ähm, dingens... und irgendwas mit Vaterland." Nicht gerade ein Titel, den man griffig nennen könnte.
Was auch immer letztendlich der Grund war, jedenfalls wird das Buch nun doch mit dem bösen D-Wort im Titel erscheinen.
Und weil ich irgendwie nicht glauben kann, dass Buchhändler in der Schweiz und Österreich so funktionieren, wie man mir erklärt hat (sind nicht gerade Buchhändler ausgesprochene Individualisten?), möchte ich das gern mit Hilfe eines kleinen Preisausschreibens testen: Die ersten drei Leser, die mir nach Erscheinen des "Königs von D." ein Foto eines in einer Schweizer oder Österreicher Buchhandlung ausliegenden Exemplares (es dürfen natürlich auch mehrere Exemplare, gern auch Stapel sein) mailen, erhalten von mir ein gewidmetes Exemplar eines meiner Romane nach Wahl zugeschickt (vorbehaltlich dessen, dass ich davon noch ausreichend Belegexemplare habe; das trifft nicht mehr auf alle meine Bücher zu; aber man darf sich gern auch eine fremdsprachige Ausgabe wünschen, schließlich geht es hier ja um Weltoffenheit). Ein vierter Preis geht unter allen bis zur Bundestagswahl eingesandten Bildern an den Einsender desjenigen, auf dem die meisten Exemplare des Buches zu sehen sind.
Teilnehmen dürfen nur Fotos, die in Buchhandlungen der Schweiz oder Österreichs gemacht wurden (bitte deren Adressen mitschicken!); die Nationalität der Einsender spielt dagegen keine Rolle. Klar ist mir, dass dieses Preisausschreiben treue Leser in Regionen, die das Pech haben, weit von den Alpen entfernt zu liegen, benachteiligt, aber was soll ich machen? Das Leben ist nun mal selten fair. Aber es wird (hoffe ich jedenfalls) weitere Bücher geben, und dann denke ich mir was Gerechteres aus.
Da ja kaum jemand diese Kolumne liest, stehen die Chancen übrigens gut; der Rechtsweg ist allerdings ausgeschlossen. (Solche Dinge muss man heutzutage leider explizit sagen.) Aber nun nicht gleich losrennen! Das Buch erscheint erst im September, dürfte also vor Ende August nirgends zu finden sein.
Warum die zwischenzeitliche Umbenennung (die es sogar bis in die Programmvorschau für die Buchhändler geschafft hat)?
Schuld daran sind (a) die globale Finanzkrise und (b) Peer Steinbrück. Weil der Finanzminister, auf der Suche nach zusätzlichen Milliarden in Steueroasen, sich gegenüber den "Alpenländern" - also der deutschsprachigen Schweiz und dem österreichischsprachigen Österreich - im Ton vergriff, befürchtete die Konferenz der Buchvertreter im Hause Lübbe, dass sich ein ohnehin starker Trend bei Buchhändlern in der Schweiz und in Österreich, keine Romantitel ins Lager zu nehmen, die sich nur mit Deutschland beschäftigen und daher "nur von lokalem Interesse" sind, so weit verstärken könnte, dass Romane mit dem Reizwort "Deutschland" im Titel in der Schweiz und Österreich quasi unverkäuflich würden.
Mein Einwand, dass eine Titeländerung ja nichts am Inhalt des Buches ändere; man also quasi Etikettenschwindel betreibe, blieb wirkungslos. Ich müsse mir das eher als eine Art "Tarnkappentechnik" denken.
Es gab dann ein ziemliches Hin und Her um den "zweitbesten" Titel, wie ich das nannte, denn es ist nun mal schwer, für ein Buch, das mit einem bestimmten Titel im Kopf geschrieben wurde, einen passenden anderen Titel zu finden. Mit dem Resultat hätte ich zwar leben können (man muss ja nicht immer glücklich sein) - doch im Lauf der Zeit zeigte sich, dass jeder, der mit dem Buch zu tun hatte, immer erst mal nachdenken musste, wie es eigentlich hieß. "König... ähm, dingens... und irgendwas mit Vaterland." Nicht gerade ein Titel, den man griffig nennen könnte.
Was auch immer letztendlich der Grund war, jedenfalls wird das Buch nun doch mit dem bösen D-Wort im Titel erscheinen.
Und weil ich irgendwie nicht glauben kann, dass Buchhändler in der Schweiz und Österreich so funktionieren, wie man mir erklärt hat (sind nicht gerade Buchhändler ausgesprochene Individualisten?), möchte ich das gern mit Hilfe eines kleinen Preisausschreibens testen: Die ersten drei Leser, die mir nach Erscheinen des "Königs von D." ein Foto eines in einer Schweizer oder Österreicher Buchhandlung ausliegenden Exemplares (es dürfen natürlich auch mehrere Exemplare, gern auch Stapel sein) mailen, erhalten von mir ein gewidmetes Exemplar eines meiner Romane nach Wahl zugeschickt (vorbehaltlich dessen, dass ich davon noch ausreichend Belegexemplare habe; das trifft nicht mehr auf alle meine Bücher zu; aber man darf sich gern auch eine fremdsprachige Ausgabe wünschen, schließlich geht es hier ja um Weltoffenheit). Ein vierter Preis geht unter allen bis zur Bundestagswahl eingesandten Bildern an den Einsender desjenigen, auf dem die meisten Exemplare des Buches zu sehen sind.
Teilnehmen dürfen nur Fotos, die in Buchhandlungen der Schweiz oder Österreichs gemacht wurden (bitte deren Adressen mitschicken!); die Nationalität der Einsender spielt dagegen keine Rolle. Klar ist mir, dass dieses Preisausschreiben treue Leser in Regionen, die das Pech haben, weit von den Alpen entfernt zu liegen, benachteiligt, aber was soll ich machen? Das Leben ist nun mal selten fair. Aber es wird (hoffe ich jedenfalls) weitere Bücher geben, und dann denke ich mir was Gerechteres aus.
Da ja kaum jemand diese Kolumne liest, stehen die Chancen übrigens gut; der Rechtsweg ist allerdings ausgeschlossen. (Solche Dinge muss man heutzutage leider explizit sagen.) Aber nun nicht gleich losrennen! Das Buch erscheint erst im September, dürfte also vor Ende August nirgends zu finden sein.
Husten
17. Mai 2009 18:40 - gehört zu: Ortsveränderungen
Ob wohl gerade irgendeine psychologische
Forschungsgruppe ausgedehnte Studien durchführt?
Manche Reisende husten so lange und penetrant, als
wollten sie herausfinden, ob man auf diese Weise eine
Massenpanik auslösen kann. Eine
Schweinegrippenstampede sozusagen.
Im Zug nach Brest: letzte Etappe
17. Mai 2009 17:55 - gehört zu: Ortsveränderungen
Manchmal macht Reisen Spaß. Unterwegs zu sein bei
schönem Wetter, in dünn besiedelten Zügen,
ausreichend Zeit beim Umsteigen zu haben, um in einem
annehmbaren Restaurant genau dann etwas zu essen zu
bekommen, wenn man gerade Hunger hat, und wenn das
dann auch noch überraschend gut schmeckt, und sei es
nur, weil man gerade Hunger hat - dann reist
man in einem Gefühl von Freiheit, von
Unbeschwertheit, hat den Eindruck, mit den Dingen und
Ereignissen zu fließen wie ein Blatt, das vom Wasser
eines heiter plätschernden Baches davongetragen wird.
Doch irgendwann ist man müde, beginnt, sich unangenehm staubig und verschwitzt zu fühlen, wird allmählich steif vom vielen Sitzen und, ja, die Reise dauert dann einfach schon zu lange und man wäre froh, endlich da zu sein. Doch man ist es nicht. Womöglich ist das Ziel sogar noch weit entfernt, also schleppt man sich eben weiter, so gut es geht, was bleibt einem anderes übrig?
Und seltsamerweise genau dann tauchen weitere, vollkommen unnötige Widrigkeiten auf, als wären es gar icht die Zufälle, als die sie gelten, sondern fiese kleine Dämonen, die sich gezielt auf einen stürzen, als röchen sie die geminderte Widerstandskraft und den gesunkenen Mut: Genau dann wird man von einem Bettler nach dem anderen angemacht, genau dann taucht jemand mit einer unglaublichen Alkoholfahne auf und will einen belabern, genau dann wird man an der Theke des Imbissstandes erst mal übersehen und bekommt am Ende auch noch falsch herausgegeben.
Ein eigentümliches Phänomen. Warum ist das so? Ich denke immer, wenn man die Antwort darauf wüsste, würden sich noch viele weitere Rätsel des Daseins klären.
Vielleicht muss man deshalb immer wieder reisen: Um immer wieder aufs Neue mit diesem Phänomen konfrontiert zu werden.
Doch irgendwann ist man müde, beginnt, sich unangenehm staubig und verschwitzt zu fühlen, wird allmählich steif vom vielen Sitzen und, ja, die Reise dauert dann einfach schon zu lange und man wäre froh, endlich da zu sein. Doch man ist es nicht. Womöglich ist das Ziel sogar noch weit entfernt, also schleppt man sich eben weiter, so gut es geht, was bleibt einem anderes übrig?
Und seltsamerweise genau dann tauchen weitere, vollkommen unnötige Widrigkeiten auf, als wären es gar icht die Zufälle, als die sie gelten, sondern fiese kleine Dämonen, die sich gezielt auf einen stürzen, als röchen sie die geminderte Widerstandskraft und den gesunkenen Mut: Genau dann wird man von einem Bettler nach dem anderen angemacht, genau dann taucht jemand mit einer unglaublichen Alkoholfahne auf und will einen belabern, genau dann wird man an der Theke des Imbissstandes erst mal übersehen und bekommt am Ende auch noch falsch herausgegeben.
Ein eigentümliches Phänomen. Warum ist das so? Ich denke immer, wenn man die Antwort darauf wüsste, würden sich noch viele weitere Rätsel des Daseins klären.
Vielleicht muss man deshalb immer wieder reisen: Um immer wieder aufs Neue mit diesem Phänomen konfrontiert zu werden.
Epinal - Das große Abendessen
17. Mai 2009 00:30 - gehört zu: Ortsveränderungen
Der Samstag ist bei solchen Festivals traditionell
der Tag, an dem die Hochämter kulminieren: Am frühen
Abend werden eventuelle Preise für beste Bücher,
Illustrationen, Übersetzungen und dergleichen
verliehen, in festlichem Rahmen und wortreich, später
lädt dann ein hochrangiger Vertreter der lokalen
Politik (meist der Bürgermeister oder dessen für die
Belange des Festivals Deputierter) die zahlreichen
Ehrengäste des Festivals zum großen Dinner, das spät
beginnt und entsprechend spät endet, selten vor
Mitternacht. Vom Menü muss man sich überraschen
lassen, aber allzu unangenehme Überraschungen habe
ich dabei noch nie erlebt; man bekommt auf diesem
Wege Gerichte vorgesetzt, die zu bestellen man nie
auf die Idee kommen würde, und der Zugewinn an
Erfahrungshorizont wiegt die paar nicht ganz so
kompatiblen Geschmackserlebnisse dabei locker auf.
Erfreulich hier in Épinal: Dass, wenn man eines der zentral gelegenen Hotels erwischt hat, alles in walking distance ist.
Erfreulich hier in Épinal: Dass, wenn man eines der zentral gelegenen Hotels erwischt hat, alles in walking distance ist.
Epinal - Das Festival in vollem Gang
16. Mai 2009 22:47 - gehört zu: Ortsveränderungen
Der gestrige Tag war anstrengend, wie das erste Tage
auf derartigen Festivals immer so an sich haben.
Diesmal war es so, dass ich am Bahnhof ankam, gleich
von zwei Leuten des Fahrdienstes (das Festival findet
an mehreren über die Stadt verteilten Orten statt, da
braucht man so etwas) abgeholt und quasi sofort in
eine bereits laufende Debatte über die Verkehrsmittel
der nahen Zukunft ("Mit dem Auto, der Rakete oder zu
Fuß?") verfrachtet, und kaum hatte ich meinen Platz
auf dem Podium eingenommen, bedachte mich der
Moderator auch schon mit einer Frage.
Puh.
Langweilig wird es den Autoren also nicht; der Tagesplan ist jeweils dicht gepackt, und Zeit, sich selber irgendwelche Podiumsdiskussionen anzuhören oder dergleichen bleibt wenig. Gestern war sogar das Mittagessen verplant: Zwei Autoren und eine Handvoll Festivalbesucher, die sich rechtzeitig dafür angemeldet hatten; Diskutieren und Essen in einem ruhigen Nebenzimmer eines Restaurants in der Altstadt von Épinal. Das erwies sich als ein durchaus gelungener Tagesordnungspunkt; ergiebiger als so manche Diskussion mit zu vielen Teilnehmern auf der Bühne. Zwischendurch kam noch der Direktor des Festivals auf einen Happen und ein paar Fragen vorbei, so lernt man so jemanden auch mal kennen.
Auf dem Festival ist - ungewöhnlich - noch ein weiterer deutscher Autor, Bernhard Hennen, den ich zwar vom Namen und einigen Büchern her kannte (zwar bin ich eigentlich kein Fantasy-Leser, aber trotzdem ein Fan der - leider unvollständig gebliebenen - "Gezeitenwelt"-Saga), dem ich aber hier zum ersten Mal begegnet bin. Abends klinken wir uns aus, gehen ein Bier trinken und tun, was Autoren bei solchen Gelegenheiten tun, wir reden übers Schreiben.
Puh.
Langweilig wird es den Autoren also nicht; der Tagesplan ist jeweils dicht gepackt, und Zeit, sich selber irgendwelche Podiumsdiskussionen anzuhören oder dergleichen bleibt wenig. Gestern war sogar das Mittagessen verplant: Zwei Autoren und eine Handvoll Festivalbesucher, die sich rechtzeitig dafür angemeldet hatten; Diskutieren und Essen in einem ruhigen Nebenzimmer eines Restaurants in der Altstadt von Épinal. Das erwies sich als ein durchaus gelungener Tagesordnungspunkt; ergiebiger als so manche Diskussion mit zu vielen Teilnehmern auf der Bühne. Zwischendurch kam noch der Direktor des Festivals auf einen Happen und ein paar Fragen vorbei, so lernt man so jemanden auch mal kennen.
Auf dem Festival ist - ungewöhnlich - noch ein weiterer deutscher Autor, Bernhard Hennen, den ich zwar vom Namen und einigen Büchern her kannte (zwar bin ich eigentlich kein Fantasy-Leser, aber trotzdem ein Fan der - leider unvollständig gebliebenen - "Gezeitenwelt"-Saga), dem ich aber hier zum ersten Mal begegnet bin. Abends klinken wir uns aus, gehen ein Bier trinken und tun, was Autoren bei solchen Gelegenheiten tun, wir reden übers Schreiben.
Verpasst
14. Mai 2009 19:03 - gehört zu: Ortsveränderungen
Das mit dem Abholen hat schon mal nicht geklappt.
Pech, wenn man an einem Bahnhof aussteigt, der
mehrere Ausgänge hat - und es nicht gleich merkt! Die
Halle des Nebenausgangs des Bahnhofs von Metz stünde
so manchem Bahnhof gut als Haupthalle, so bin ich
erst mit Verspätung überhaupt auf die Idee gekommen,
es könnte noch einen anderen Passagiertunnel und
demzufolge einen anderen Ausgangsstrom geben. Das
erbrachte aber auch kein Treffen, und so nahm ich
schließlich ein Taxi, weil länger als eine halbe
Stunde zu warten sinnlos ist. Es hätte ja auch was
dazwischen gekommen sein. War es aber nicht, als ich
im Hotel einlaufe, telefoniert die Frau an der
Rezeption schon mit der Frau vom Goethe-Institut. Vom
Hotel aus sind es nur noch vierhundert Meter bis zur
Buchhandlung, das wird ja hoffentlich klappen.
Aber Metz ist eine schöne Stadt! Eine Reise wert. Ich muss hier mal auf eigene Faust herkommen und mir genug Zeit nehmen.
Aber Metz ist eine schöne Stadt! Eine Reise wert. Ich muss hier mal auf eigene Faust herkommen und mir genug Zeit nehmen.
Unterwegs nach Epinal
14. Mai 2009 09:00 - gehört zu: Ortsveränderungen
Ich bin unterwegs nach Metz; der TGV rollt noch
gemütlich durch bewaldete Landstriche der Bretagne.
Metz, das ist eine Tagesreise; würde ich noch in
Stuttgart leben, ich wäre schneller dort.
Ich bin gespannt auf heute abend: Meine erste Lesung in deutscher Sprache auf französischem Territorium! Noch bin ich skeptisch, ob das so passieren wird. Bei der Lesung in Toronto hat man mich auch kurz vorher gebeten, doch lieber in Englisch zu lesen. Das war zwar eine nicht uninteressante Erfahrung für mich, aber hinsichtlich des Daseinszwecks der Goethe-Institute doch eher kontraproduktiv: Ist nicht deren Aufgabe, die Verbreitung der deutschen Sprache in der Welt zu fördern? Da darf man nicht immer gleich einknicken.
Ich bin gespannt auf heute abend: Meine erste Lesung in deutscher Sprache auf französischem Territorium! Noch bin ich skeptisch, ob das so passieren wird. Bei der Lesung in Toronto hat man mich auch kurz vorher gebeten, doch lieber in Englisch zu lesen. Das war zwar eine nicht uninteressante Erfahrung für mich, aber hinsichtlich des Daseinszwecks der Goethe-Institute doch eher kontraproduktiv: Ist nicht deren Aufgabe, die Verbreitung der deutschen Sprache in der Welt zu fördern? Da darf man nicht immer gleich einknicken.
Das Buch zum Super-Wahljahr.
02. Mai 2009 14:08 - gehört zu: Bücherbord
Worum es denn in meinem nächsten Roman ginge, werde
ich jetzt immer häufiger gefragt.
Zeit, endlich ein bisschen was darüber zu verraten. Es geht darum:
"So eine Wahlfälschung ist eine Heidenarbeit. Sie brauchen eine Menge Leute, die falsche Stimmzettel herstellen, Urnen verschwinden lassen und gefälschte Urnen an deren Stelle schmuggeln und so weiter. Und letzten Endes kommt es doch heraus, weil bei so vielen Leuten immer einer den Mund nicht halten kann. Wenn Sie dagegen Wahlcomputer verwenden, reicht ein einziger Mensch, der die richtigen Passwörter kennt und Zugang zum System hat, um Millionen von Stimmen innerhalb von Sekunden zu verändern."
Angenommen, in Deutschland wird 2009 eine neue Regierung gewählt.
Angenommen, jemand hat die Passwörter.
Angenommen, er nutzt sie...
Und wer jetzt denkt, das seien haltlose Spekulationen und wilde Phantasien, darf gerne anhand der Fußnoten (der Roman hat 100 davon) herausfinden, dass die Wirklichkeit noch viel abstruser ist als alles, was Romanautoren sich ausdenken könnten...
Zeit, endlich ein bisschen was darüber zu verraten. Es geht darum:
"So eine Wahlfälschung ist eine Heidenarbeit. Sie brauchen eine Menge Leute, die falsche Stimmzettel herstellen, Urnen verschwinden lassen und gefälschte Urnen an deren Stelle schmuggeln und so weiter. Und letzten Endes kommt es doch heraus, weil bei so vielen Leuten immer einer den Mund nicht halten kann. Wenn Sie dagegen Wahlcomputer verwenden, reicht ein einziger Mensch, der die richtigen Passwörter kennt und Zugang zum System hat, um Millionen von Stimmen innerhalb von Sekunden zu verändern."
Angenommen, in Deutschland wird 2009 eine neue Regierung gewählt.
Angenommen, jemand hat die Passwörter.
Angenommen, er nutzt sie...
Und wer jetzt denkt, das seien haltlose Spekulationen und wilde Phantasien, darf gerne anhand der Fußnoten (der Roman hat 100 davon) herausfinden, dass die Wirklichkeit noch viel abstruser ist als alles, was Romanautoren sich ausdenken könnten...

