Okt 2009
Die Gewinnerfotos
24. Oktober 2009 11:00 - gehört zu: Ruhm und
Ehre
Vor dem Erscheinen von "Ein König für Deutschland"
habe ich an unauffälliger Stelle einen kleinen
Wettbewerb
ausgelobt, weil ich gern wissen wollte, ob ein
König für Deutschland auch in die
alpenländischen Republiken einreisen darf. Nun,
zu meiner Freude durfte ich feststellen: Es
waren keine Restriktionen festzustellen. Der
erste und der dritte Preis gingen in die seit
jeher monarchiefreie Schweiz, der zweite Preis
sowie der Sonderpreis für das Foto mit dem
größten Stapel gingen ins ehemals kaiserliche
Österreich. Man kann also mit Fug und Recht von
Gleichstand sprechen.
Und so sah das aus:
Die Gewinner:
Platz 1: Frau Stöckli aus Luzern. Ihr Foto kam am 10.9.2009 um 13:26 bei mir an, die Bücher standen (wie man sieht, schon teilweise abverkauft) in der Buchhandlung Lüthy & Stocker.
Platz 2: Herr Stojanovic aus Wien. Sein Foto erreichte mich am 11.9.2009 um 12:49, die Bücher stapelten sich in der Buchhandlung Morawa in der Wollzeile.
Platz 3: Herr Wiki aus Zürich. Sein Foto trudelte am 12.9.2009 um 14:48 ein, die Bücher standen in der Buchhandlung ExLibris in Zürich Örlikon.
Sonderpreis für den größten Stapel: Herr Enzinger aus Katsdorf. Sein Foto entstand bei Thalia, Wien-Mitte.
Die Buchpreise sind inzwischen alle unterwegs (ich hoffe sogar: angekommen).
Und so sah das aus:
Die Gewinner:
Platz 1: Frau Stöckli aus Luzern. Ihr Foto kam am 10.9.2009 um 13:26 bei mir an, die Bücher standen (wie man sieht, schon teilweise abverkauft) in der Buchhandlung Lüthy & Stocker.
Platz 2: Herr Stojanovic aus Wien. Sein Foto erreichte mich am 11.9.2009 um 12:49, die Bücher stapelten sich in der Buchhandlung Morawa in der Wollzeile.
Platz 3: Herr Wiki aus Zürich. Sein Foto trudelte am 12.9.2009 um 14:48 ein, die Bücher standen in der Buchhandlung ExLibris in Zürich Örlikon.
Sonderpreis für den größten Stapel: Herr Enzinger aus Katsdorf. Sein Foto entstand bei Thalia, Wien-Mitte.
Die Buchpreise sind inzwischen alle unterwegs (ich hoffe sogar: angekommen).
10-Punkte-XXX
23. Oktober 2009 15:38 - gehört zu: Alltagswahn
Über zehn Jahre war ich nun anwaltsfrei im Internet
unterwegs. Bis vorgestern. Da kam ein Email von einem
Anwalt des Verbands der Technischen
Überwachungsvereine e.V., der anmahnte, ich
würde dadurch, dass ich in der Bezeichnung
meiner Methode "10-Punkte-Text-Überarbeitungs-Vorbereitung"
die letzten drei Worte anhand ihrer
Anfangsbuchstaben abkürze, unbefugt eine Marke
verwenden, die zu verwenden allein den
Technischen Überwachungsvereinen zusteht, damit
Leser meiner Website irreführen dahingehend,
dass sie glauben könnten, ich würde ein
Unternehmen des Technischen Überwachungsvereins
vertreten oder mit einem solchen kooperieren,
und dadurch, dass ich besagte Abkürzung als
Synonym für eine Prüfung nach bestimmten
Kriterien verwende, eine unzulässige
Markenverwässerung bewirken.
Wohlgemerkt: Es war ein durchaus fair und vernünftig gehaltenes Anschreiben. Man wollte nicht gleich Geld, sondern mich tatsächlich nur über die bestehende rechtliche Situation in Kenntnis setzen - und natürlich, dass ich die Abkürzung, die hier nicht genannt werden darf, von meiner Website entferne und für die Zukunft eine entsprechende Unterlassungserklärung abgebe. Die ich inzwischen abgeschickt habe. Insofern komme ich noch einmal glimpflich davon, verglichen mit dem Zinnober, den zum Beispiel ein Klamottenkonzern wie Jack Wolfskin derzeit entfesselt (bei dem ich auch schon mal was gekauft habe, was ich aber bestimmt nie wieder tun werde!).
Dennoch ärgert mich die Sache. Mich ärgert ein "Rechts"system, das so etwas wie gesunden Menschenverstand nicht mehr kennt und die Leute dazu zwingt, zu heucheln. Denn natürlich glaubt der Anwalt des Technischen Überwachungsvereins nicht wirklich, dass mein kleiner Artikel eine Bedrohung der Marke darstellt - aber er muss so tun, als glaube er das ernsthaft, weil er befürchten muss, ein Anwalt einer anderen Partei könnte in einem anderen Streitfall einen Richter dazu bringen, so zu tun, als glaube er das ernsthaft. So ist der Inhaber einer eingetragenen Marke tatsächlich gezwungen, gegen alles vorzugehen, was man - und sei es an den Haaren herbeigezogen - als Missbrauch seiner Marke interpretieren könnte, weil er sonst irgendwann nicht mehr gegen tatsächlichen Missbrauch vorgehen kann (falls sich unter meinen Lesern ein Anwalt für Markenrecht befindet: ich würde mich über fachliche Kommentare hierzu freuen!). So machen alle einander etwas vor, und das heißt dann Rechtswesen.
Aber ist das Denken, das hinter dieser Art der Handhabung des Markenrechts steht, nicht von Grund auf verkehrt? In gewisser Weise ist für einen Autor der eigene Name ja auch so etwas wie eine Marke, die auch einen gewissen Wert darstellt. Und natürlich könnte ich es nicht dulden, dass irgendjemand seinen eigenen Roman unter meinem Namen herausbringt, oder dass er meinen Namen in seine Web-Domain einbaut in der Hoffnung, damit mehr Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. So etwas habe ich in meinem Artikel mit der Verwendung jener Abkürzung, die nicht genannt werden darf, aber auch nicht gemacht! Was ich gemacht habe, entspräche dem, wenn irgendwo irgendein Autor beworben würde mit einem Spruch wie "Der Eschbach des Kriminalromans". Oder "Der französische Eschbach". Ich müsste schön bescheuert sein, wenn ich auf Leute, die mich auf diese Weise "zum Referenzmaßstab erheben", Anwälte hetzen würde (bei jedem Vergleich gilt: Es ist immer besser, man ist das Original!). Oder man stelle sich folgende Zeile großformatig in einer Anzeige in der New York Times, Literaturbeilage, vor: "Ben Drown is America's Andreas Eschbach!". Wäre das nicht besser als der Nobelpreis? Aber hallo - das wäre besser als zwei Nobelpreise!
In den allgemeinen Sprachgebrauch überzugehen ist (lässt man die diesbezüglichen Perversionen des Rechtsunwesens außer Betracht) das Beste, was einem passieren kann. In Deutschland weiß jeder, dass "Tempo" ein Papiertaschentuch ist, "Tesa" ein Klebstreifen, "Leitz" ein Aktenordner und "Nutella" eine Schokoladencreme. Das weiß man nicht nur, sondern dadurch, dass sich diese Bezeichnungen allgemeines Sprachgut sind, werden die zugehörigen Produkte im allgemeinen Bewusstsein als "die" Produkte ihrer Gattung empfunden: Was mehr kann man erreichen? Das ist eine Position, die einer Erdumlaufbahn entspricht - man muss sich schon anstrengen, um wieder herunterzufallen.
Da sich die Methode der "10-Punkte-Text-Überarbeitungs-Vorbereitung" seit ihrer Erstveröffentlichung in Autorenkreisen großer Beliebtheit erfreut, an dieser Stelle der Ratschlag an alle, die entsprechende Links, Blog-Einträge oder Beschreibungen auf ihren eigenen Webseiten verfasst haben, diese entsprechend abzuändern. Ähnliche Umsicht sollte auch eventuellen Seminarunterlagen und dergleichen gelten (Ausdrucke, die man sich über den Schreibtisch gehängt hat, sind unproblematisch). Ich werde künftig die Abkürzung "10-Punkte-Text-ÜV" (weiblich übrigens: die ÜV!) oder "10-Punkte-Text-ÜV-Methode" verwenden und schlage als entsprechendes Verb - also das Wort für die Tätigkeit, einen Text für die eigentliche Überarbeitung vorzubereiten - das Kunstwort "üven" vor (ich üve, du üvst... ich üvte meinen Text... "Üv deine Story erst mal!"... usw.)
Mit meinem Auto bin ich übrigens schon immer zur DEKRA gegangen. (Ja, gibt's auch in Frankreich.) Und irgendwie... ist mir das jetzt eine kleine Genugtuung.
Wohlgemerkt: Es war ein durchaus fair und vernünftig gehaltenes Anschreiben. Man wollte nicht gleich Geld, sondern mich tatsächlich nur über die bestehende rechtliche Situation in Kenntnis setzen - und natürlich, dass ich die Abkürzung, die hier nicht genannt werden darf, von meiner Website entferne und für die Zukunft eine entsprechende Unterlassungserklärung abgebe. Die ich inzwischen abgeschickt habe. Insofern komme ich noch einmal glimpflich davon, verglichen mit dem Zinnober, den zum Beispiel ein Klamottenkonzern wie Jack Wolfskin derzeit entfesselt (bei dem ich auch schon mal was gekauft habe, was ich aber bestimmt nie wieder tun werde!).
Dennoch ärgert mich die Sache. Mich ärgert ein "Rechts"system, das so etwas wie gesunden Menschenverstand nicht mehr kennt und die Leute dazu zwingt, zu heucheln. Denn natürlich glaubt der Anwalt des Technischen Überwachungsvereins nicht wirklich, dass mein kleiner Artikel eine Bedrohung der Marke darstellt - aber er muss so tun, als glaube er das ernsthaft, weil er befürchten muss, ein Anwalt einer anderen Partei könnte in einem anderen Streitfall einen Richter dazu bringen, so zu tun, als glaube er das ernsthaft. So ist der Inhaber einer eingetragenen Marke tatsächlich gezwungen, gegen alles vorzugehen, was man - und sei es an den Haaren herbeigezogen - als Missbrauch seiner Marke interpretieren könnte, weil er sonst irgendwann nicht mehr gegen tatsächlichen Missbrauch vorgehen kann (falls sich unter meinen Lesern ein Anwalt für Markenrecht befindet: ich würde mich über fachliche Kommentare hierzu freuen!). So machen alle einander etwas vor, und das heißt dann Rechtswesen.
Aber ist das Denken, das hinter dieser Art der Handhabung des Markenrechts steht, nicht von Grund auf verkehrt? In gewisser Weise ist für einen Autor der eigene Name ja auch so etwas wie eine Marke, die auch einen gewissen Wert darstellt. Und natürlich könnte ich es nicht dulden, dass irgendjemand seinen eigenen Roman unter meinem Namen herausbringt, oder dass er meinen Namen in seine Web-Domain einbaut in der Hoffnung, damit mehr Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. So etwas habe ich in meinem Artikel mit der Verwendung jener Abkürzung, die nicht genannt werden darf, aber auch nicht gemacht! Was ich gemacht habe, entspräche dem, wenn irgendwo irgendein Autor beworben würde mit einem Spruch wie "Der Eschbach des Kriminalromans". Oder "Der französische Eschbach". Ich müsste schön bescheuert sein, wenn ich auf Leute, die mich auf diese Weise "zum Referenzmaßstab erheben", Anwälte hetzen würde (bei jedem Vergleich gilt: Es ist immer besser, man ist das Original!). Oder man stelle sich folgende Zeile großformatig in einer Anzeige in der New York Times, Literaturbeilage, vor: "Ben Drown is America's Andreas Eschbach!". Wäre das nicht besser als der Nobelpreis? Aber hallo - das wäre besser als zwei Nobelpreise!
In den allgemeinen Sprachgebrauch überzugehen ist (lässt man die diesbezüglichen Perversionen des Rechtsunwesens außer Betracht) das Beste, was einem passieren kann. In Deutschland weiß jeder, dass "Tempo" ein Papiertaschentuch ist, "Tesa" ein Klebstreifen, "Leitz" ein Aktenordner und "Nutella" eine Schokoladencreme. Das weiß man nicht nur, sondern dadurch, dass sich diese Bezeichnungen allgemeines Sprachgut sind, werden die zugehörigen Produkte im allgemeinen Bewusstsein als "die" Produkte ihrer Gattung empfunden: Was mehr kann man erreichen? Das ist eine Position, die einer Erdumlaufbahn entspricht - man muss sich schon anstrengen, um wieder herunterzufallen.
Da sich die Methode der "10-Punkte-Text-Überarbeitungs-Vorbereitung" seit ihrer Erstveröffentlichung in Autorenkreisen großer Beliebtheit erfreut, an dieser Stelle der Ratschlag an alle, die entsprechende Links, Blog-Einträge oder Beschreibungen auf ihren eigenen Webseiten verfasst haben, diese entsprechend abzuändern. Ähnliche Umsicht sollte auch eventuellen Seminarunterlagen und dergleichen gelten (Ausdrucke, die man sich über den Schreibtisch gehängt hat, sind unproblematisch). Ich werde künftig die Abkürzung "10-Punkte-Text-ÜV" (weiblich übrigens: die ÜV!) oder "10-Punkte-Text-ÜV-Methode" verwenden und schlage als entsprechendes Verb - also das Wort für die Tätigkeit, einen Text für die eigentliche Überarbeitung vorzubereiten - das Kunstwort "üven" vor (ich üve, du üvst... ich üvte meinen Text... "Üv deine Story erst mal!"... usw.)
Mit meinem Auto bin ich übrigens schon immer zur DEKRA gegangen. (Ja, gibt's auch in Frankreich.) Und irgendwie... ist mir das jetzt eine kleine Genugtuung.
Buchmesse!
13. Oktober 2009 15:19 - gehört zu: Ortsveränderungen
Ich bin gerade am Packen, und weil ich das so ungern
tue, schreibe ich nebenher rasch noch eine
Mitteilung, dass ich gerade am Packen bin. Während
ich dies schreibe, bin ich das natürlich
nicht, sondern genieße eine Verschnaufpause
von der nervenzehrenden Tätigkeit, zu entscheiden,
welches Hemd und welche Hose mit in den Koffer
kommen.
Zu einer Menge Dinge, zu denen ich vor der Messe noch kommen wollte, bin ich nicht gekommen. Wer auf ein Mail von mir wartet, muss noch ein Weilchen länger warten; diese Woche keine Post mehr: Wenn ich reise, bin ich offline.
Wo wird man mich antreffen? Das lässt sich bei einer Veranstaltung wie der Frankfurter Buchmesse nur in Begriffen beschreiben, wie man sie normalerweise für Atomteilchen verwendet: Mein Ort der größten Aufenthaltswahrscheinlichkeit wird der Lübbe-Stand sein - aber rechnen Sie nicht damit!
Und wann? Donnerstag, Freitag und Samstagvormittag. Dann geht es wieder nach Hause, weiterschreiben. Auf der Buchmesse haben Autoren ja eigentlich gar nichts verloren. Aber ab und zu ist es trotzdem ganz verlockend...
So. Ende der Packpause. Zurück zu den Socken.
Zu einer Menge Dinge, zu denen ich vor der Messe noch kommen wollte, bin ich nicht gekommen. Wer auf ein Mail von mir wartet, muss noch ein Weilchen länger warten; diese Woche keine Post mehr: Wenn ich reise, bin ich offline.
Wo wird man mich antreffen? Das lässt sich bei einer Veranstaltung wie der Frankfurter Buchmesse nur in Begriffen beschreiben, wie man sie normalerweise für Atomteilchen verwendet: Mein Ort der größten Aufenthaltswahrscheinlichkeit wird der Lübbe-Stand sein - aber rechnen Sie nicht damit!
Und wann? Donnerstag, Freitag und Samstagvormittag. Dann geht es wieder nach Hause, weiterschreiben. Auf der Buchmesse haben Autoren ja eigentlich gar nichts verloren. Aber ab und zu ist es trotzdem ganz verlockend...
So. Ende der Packpause. Zurück zu den Socken.