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NOVEMBER
SOMMER


Das Klima ist außer Kontrolle. Geo-Engineering soll es retten.

Der neue Roman, überall ab 28. September 2026

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Die Lesereise muss leider ausfallen

In der Vergangenheit war ich in meinen Lesungen bisweilen stimmlich gehandicapt: Eine Vielzahl vorausgegangener Veranstaltungen, dazu volle Züge, windige Bahnsteige, überhitzte oder unterkühlte Hotelzimmer, all das hat manchmal dazu geführt, dass mir wohlmeinende Zuhörer beim anschließenden Signieren Hustenbonbons und andere Wohltaten zugesteckt haben, und zusammen mit viel warmem Tee und dem einen oder anderen Helferlein aus der nächsten Apotheke habe ich in der Regel letztlich die Kurve gekriegt.

Diesmal jedoch war es anders. Ich bin am Freitagmorgen wohlgemut auf die Buchmesse gegangen, habe mich mit den Leuten vom Verlag unterhalten, mit Kollegen der schreibenden Zunft, mit Fans, habe Bücher signiert, war guter Dinge und freute mich auf die vor mir liegende Reise, die mich ja, wie man weiter unten noch lesen kann, an für mich besondere Orte führen sollte und insgesamt sehr schön zu werden versprach, zumal das Echo auf meinen neuen Roman bislang überwiegend positiv war. Am Freitagnachmittag um 16 Uhr 30 hatte ich meinen ersten Termin, der mich auf eine Bühne führen sollte, ein Gespräch über "Novembersommer" im Speziellen und über die Hörspiele allgemein.

Eine halbe Stunde vorher spürte ich plötzlich einen seltsamen Kloß im Hals. Ich bat die guten Feen vom Stand-Catering um einen heißen Tee und bekam einen frischen Ingwer-Tee mit Honig, normalerweise die Allzweckwaffe schlechthin gegen alle Unholde im Rachenraum. Allein, es half nichts –
um 16 Uhr 30 war meine Stimme quasi weg; ich konnte nur noch krächzen, und auch das nicht richtig. Frau Kaiser, die Leiterin der Abteilung Audio bei Lübbe, übernahm den größten Teil des Gesprächs, ohnehin gab es natürlich Hörproben des Audiobooks zu hören, und ich musste mir nur eine Handvoll Sätze abringen.

Nach der nachfolgenden Signierrunde verließ ich die Messe, raste zur nächsten Apotheke und deckte mich mit allem ein, was die Apothekerin mir empfehlen konnte, um den "Frosch im Hals" dazu zu bewegen, wieder hinauszuhüpfen. Tat er aber nicht. Nach einer unruhigen Nacht war es am nächsten Tag noch schlimmer, ich konnte fast nur noch flüstern. Allmählich verdichtete sich die Gewissheit, dass meine Stimme auch bis zum Montagabend nicht zurückkehren würde. Unmöglich, unter diesen Umständen die Lesereise anzutreten. Schließlich trafen wir schweren Herzens die Entscheidung, sie abzusagen und mich auf schnellstem Wege wieder nach Hause zu befördern, was dann am Sonntag möglich war dank findiger Mitarbeiterinnen eines Kölner Reisebüros, die auf die Schnelle tatsächlich noch eine Zugverbindung aufgestöbert haben.

Ich schreibe dies am Abend des 12. Oktober, etwa zu der Zeit, zu der die erste Lesung hätte stattfinden sollen, und obwohl es mir schrecklich leid tut, dass sie das nicht tut, muss ich doch sagen, es war die richtige Entscheidung, denn meine Stimme ist tatsächlich immer noch weg.

Wie geht es weiter? Wir haben vor, die Lesereise im nächsten Jahr nachzuholen, aber mehr als diese Absicht gibt es noch nicht. Zuallererst muss meine Stimme wiederkommen, ohne das geht natürlich gar nichts. Wobei die Vorstellung, sie könnte einfach wegbleiben, etwas Gruseliges hat – man macht sich normalerweise gar nicht klar, was für eine zentrale Rolle es im Leben spielt, einfach aussprechen zu können, was einem durch den Kopf geht. Also, Daumen dürfen gedrückt werden!
Am 28. September 2026 erscheint mein neuer Roman "Novembersommer"

Viele haben sich beklagt, "Ins fahle Herz des Sommers" sei ja viel zu kurz gewesen: Das wird nun anders. Mit 816 Seiten ist "Novembersommer" wieder ein dicker Klopper, viel Stoff für lange herbst- oder winterliche Leseabende – und womöglich auch allerhand Stoff zum Nachdenken oder Diskutieren, und wer das Thema weiter vertiefen will, findet am Ende ein umfassendes Quellenverzeichnis, wie ich es zuletzt meinem Roman "Eine Billion Dollar" vor 25 Jahren beigegeben habe.

Der Umschlag der Hardcoverausgabe, hat man mir gesagt, sei etwas ganz Besonderes … aber mehr weiß ich selber noch nicht und bin gespannt, was das heißen soll. Ansonsten wird es das Buch auch als eBook und als Audiobook geben.

Alle weiteren Informationen
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Die Termine der Lesereise 2026 stehen jetzt fest

Die Reise führt mich nach: Düsseldorf – Bad Münstereifel – Wolfenbüttel – Sasbach – Penzberg – Ehingen. Wann ich wo genau sein werde, steht auf meiner Terminseite.

Zwei dieser Stationen sind für mich besondere: Einmal
Wolfenbüttel, wo ich bis vor etwa zwanzig Jahren Schreibkurse an der Bundesakademie für kulturelle Bildung gegeben habe, und dann Ehingen, wo ich in grauer Vorzeit das Gymnasium besucht habe. Da wird es das eine oder andere Wiedersehen geben, stelle ich mir vor.
Wie sieht so eine Lesung eigentlich aus?

Volker Hoff hat meine letztjährige Lesung in Köln auf Video aufgezeichnet und vor wenigen Tagen auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht, und das Einzige, was ich daran schade finde, ist, dass man nicht sieht, wie unglaublich viele Leute da waren. Was andererseits aber möglichen rechtlichen Problemen aus dem Weg geht, sodass das Video hoffentlich noch lange verfügbar bleibt.

Wenn Sie also neugierig sind, klicken Sie
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