"Google Christmas Sale"

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Christmas Sale heißt eine Sonderaktion von Google Play (wo es, man lasse sich von der Bezeichnung nicht täuschen, auch eBooks gibt), bei der vom 18. 12. 2014 bis zum 14. 1. 2015 u.a. mein Roman "Der Letzte seiner Art" zum Sonderpreis von nur € 3,99 als eBook zum Download angeboten wird.

Wer nun seufzt: "oh, schade, da bin ich aber gar nicht Kunde, und wegen 1 Buch den ganzen Aufwand …?", dem sei gesagt, dass sich – dem Buchpreisbindungsgesetz sei Dank – alle anderen eBook-Portale einer solchen Aktion natürlich umgehend anschließen. Ich habe vorhin bei ein paar der einschlägigen Anbieter nachgesehen; da war der Preis auch schon gesenkt.

Das nur als Tipp, falls an den Feiertagen das Lesegerät aufgetankt werden muss …

Video-Interview bei Audible

Gabriele Reis hat mich während der Buchmesse für den Hörbuch-Blog von Audible interviewt. Es war ein, na, vielleicht 20-minütiges Gespräch in der Hotelbar (von der man nichts sieht, weil ich vor einem eigens aufgehängten schwarzen Vorhang sitze), aus dem sie zum Glück alle "ähs" und "öhs" herausgeschnitten und überhaupt nur die guten Stellen verwendet hat. Das Ergebnis kann man sich hier anschauen.

audible-interview

Rückblick auf die Lesereise

Die schlimmsten Sorgen macht man sich ja in der Regel um Dinge, die dann gar nicht eintreten: So war es jedenfalls diesmal. In der Woche, bevor es losgehen sollte, überstürzten sich die Meldungen über bevorstehende Bahnstreiks, die so ausgedehnt und gravierend sein würden wie schon lange nicht mehr – nicht unbedingt das, was man hören will, wenn man im Begriff steht, eine Woche lang per Bahn quer durch Deutschland zu tingeln. Aber als es dann losging … war es auf wundersame Weise ganz anders. Tatsächlich bin ich selten so angenehm gereist wie diesmal. Vor allem die Anfahrt nach Berlin, mitten im tobenden Streik, mit einem der wenigen Züge, die dennoch fuhren … Die Stimmung an Bord war seltsam gelöst, geradezu heiter. Vermutlich, weil die Reisenden froh waren, in einem Zug zu sitzen, der sich tatsächlich bewegte, und die Zugbegleiter, dass jemand gekommen war, den sie begleiten konnten.

Das Wochenende vor der Lesereise war ich in Berlin – nicht wegen der Feiern zum Jahrestag des Mauerfalls (Unglaublich! Schon 25 Jahre ist das her! Ich erinnere mich an den Tag, als wäre es vorgestern gewesen), sondern, um tagelang mit den Machern von Papyrus über Ideen zur Weiterentwicklung des Textverarbeitungsprogramms für Schriftsteller zu diskutieren. Das war interessant, lustig und, so denke ich, auch ziemlich ergiebig. Ich bin jedenfalls schon heftig gespannt auf die nächste Version. Und auf die übernächste, denn so viele Ideen, wie wir ausgebrütet haben, lassen sich in einem Rutsch gar nicht verwirklichen.

Dann ging es los, in Neuruppin, mit einer Lesung in einem Schloss. In dem nun u.a. die Stadtbücherei untergebracht ist, aber ein Schloss ist es nichtsdestotrotz. Und irgendwann fiel mir auf, dass ich auf dieser Reise überhaupt nur entweder in Schlössern oder in Domstädten las! Nicht, dass das für Lesungen sonderlich wichtig wäre, aber ein merkwürdiger Zufall war es doch.

Das liegt nun auch schon wieder eine Weile zurück. Inzwischen hat mich der Alltag wieder, und das heißt: Die Arbeit am nächsten Roman hat begonnen.