Email-Nirvana gmx.de

Wie ich an anderer Stelle schon einmal erklärt habe, kann ich nicht mehr alle Mails beantworten, die mich erreichen (ich lese sie aber alle, nach wie vor!). "Nicht alle" heisst, dass ich manche eben doch beantworte - entweder, weil ich das Gefühl habe, eine Mail bedarf einer Antwort, oder manchmal auch einfach, weil mich eine Zuschrift zu einer spontanen Antwort reizt. Auch gibt es einen Zusammenhang zu meinem jeweiligen Romanprojekt: Wenn ich dort gerade hänge, beantworte ich manchmal Mails, statt dem Cursor beim Blinken zuzusehen, und wenn es gut läuft, lasse ich selbst dringende geschäftliche Mails sich in fast ruinöser Weise ansammeln, weil ich dann einfach keinen Kopf dafür habe.

Bisweilen passiert es, dass ich ein Mail beantworte, manchmal auch ausführlich, weil es ausführlich sein muss - und dann kommt das Ding nicht an. Manche Mails verschwinden spurlos; das erfahre ich aber meistens nicht, sondern wähne meine Antworten wohlbehalten angekommen. Manche meiner Mails aber werden - begleitet von sich geradezu entrüstet lesenden Fehlermeldungen - abgewiesen. Das ist frustrierend. Ein besonders hartnäckiger Gegner meiner elektrischen Post ist, wie mir bei Durchsicht der entsprechenden Rückmails klar wurde, der Provider gmx.de. Die weisen meine Mails so grundsätzlich als Spam (!) ab, dass ich leider die Regel aufstellen muss, dass Mails von Adressen mit der Endung @gmx.de grundsätzlich nicht mehr beantwortet werden. Sorry, falls Ihre dabei ist.

Und ehe jemand fragt: Natürlich habe ich auch schon versucht, eine Mail an gmx.de selber zu schicken, um zu fragen, wieso die das machen.

Bloß wurde die natürlich auch abgewiesen.

Tja.

"Marsprojekt" abgeschlossen

Am Samstagvormittag stand er endlich in der Einfahrt, der weiße Lieferwagen vom Paketdienst, und der junge Mann kam mit einem großen Paket auf mich zugestürmt, als ich aus der Tür trat. In solchen Momenten gehe ich im Geist immer rasch eine Art Liste im Hinterkopf durch - "was erwarte ich an Paketen?" Diesmal fiel mir nur ein Punkt ein, und das war es dann auch: Die Belegexemplare von "Das Marsprojekt 5 - Die schlafenden Hüter".

Für einen Schriftsteller ist das immer ein besonderer Moment: Das Buch, an dem man so lange gegrübelt und geschrieben und korrigiert und nochmal korrigiert und das man irgendwann endlich zum Druck freigegeben hat (in der Regel mit dem Gefühl, dass man bestimmt was übersehen hat), endlich wirklich und wahrhaftig in Händen zu halten. Es aufzuschlagen, die Sätze und Kapitel wiederzusehen, an die man in der Zwischenzeit - man hat ja in der Regel schon wieder was anderes in Arbeit - nicht mehr gedacht hat, und sie wiederzuerkennen. Es zu riechen, zu spüren, wie es sich anfühlt, was es wiegt, wie sich die Seiten umblättern.

In diesem Fall war der Moment noch einmal ganz besonders besonders, denn immerhin ist mit diesem Buch nun der fünfteilige Zyklus um die "Marskinder" zu seinem Ende gekommen. Keine Kleinigkeit: Den ersten Band habe ich im Jahr 2000 konzipiert, mir schon damals auch Gedanken gemacht, wie sich das Buch zu einer mehrbändigen Serie ausbauen ließe, Gedanken, die sich im Großen und Ganzen dann auch ziemlich so umsetzen ließen, wie ich es damals auf einem A4-Blatt karierten Papiers skizziert hatte. Als ich den fünften Band schließlich zu den anderen ins Regal stellte, blätterte ich die auch nochmal durch. Mein Ziel war gewesen, fünf Bücher zu schreiben, von denen jedes neben seinem Beitrag zur großen Geschichte auch eine (einigermaßen) abgeschlossene Geschichte erzählen sollte: Etwas, das mir, wie mir scheint, ganz gut geglückt ist.

Beim ARENA-Verlag wird der Belegversand so gehandhabt, dass der Autor seine Exemplare erst kriegt, wenn der Buchhandel beliefert wird. Das hat eine gewisse merkantile Logik und kommt dem Leser zu Gute, der ein neues Buch ja eventuell ungeduldiger erwartet als der Autor (jedenfalls ist das der vom Autor erhoffte Idealfall), da er ja, anders als der Autor, noch nicht weiß, was darin steht. Mit anderen Worten: Jetzt, da ich das Buch habe, sollte es auch in allen guten Buchhandlungen verfügbar sein.

"Marsprojekt 5" - Auslieferung verzögert

Seit der Juli angebrochen ist, vergeht kein Tag, ohne dass Mails ankommen mit Nachfragen, was denn nun sei mit dem fünften Band des "Marsprojekts", in keiner Buchhandlung fände sich der? Angekündigt für 1. Juli, findet sich mancherorts im Internet ein ganz anderes Erscheinungsdatum, was denn nun stimme?

Nun kriegen natürlich nicht alle Buchhandlungen ein Buch zur gleichen Zeit, und grundsätzlich freut einen Autor solch lebhaftes Interesse natürlich, aber irgendwann - so nach der zehnten Mail ungefähr - kam mir die Sache doch seltsam vor, und ich fühlte mich bemüssigt, mal nachzufragen. Was nämlich durchaus auch vorkommt, ist, dass sich Planungen ändern, manchmal sogar an den Leuten im Lektorat vorbei. Gerade hat mich nun die Antwort aus dem Verlag erreicht: Die Bücher selber sind längst gedruckt, aber es hat in der Tat leichte Verzögerungen beim Cover gegeben. Das ist aber inzwischen alles bereinigt, die Produktion auf vollen Touren, und ab Mittwoch dem 9. Juli wird ausgeliefert.

Danke nochmals an alle, die mir deswegen geschrieben haben!

Slowakische Ausgabe von "Ausgebrannt"

oil-slov
Noch eine Premiere: Mein erstes Buch in Slowakisch. Heute lagen die Belege im Briefkasten - "Vyhorení" lautet der Titel, und ich gehe mal davon aus, dass das "Ausgebrannt" bedeutet. Eindrucksvolles Titelbild, schön aufgemacht - gefällt mir gut.

Erschienen ist das Buch beim Verlag IKAR A.S., Erscheinungsdatum war der 1. Juni 2008. Die ISBN lautet 978-80-551-1547-4.

Was tut sich sonst so?

Nichts Besonderes. Ich verbringe die Tage an meinem Schreibtisch, und zwar damit, den nächsten Roman zu schreiben. Wie üblich. Ich hoffe, das ist auch im Sinne des Besuchers dieser Website.